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La strada del vino

 La strada del vinoWer die Toskana bereist und die Zeit zum Entdecken der vielen kleinen Landstraßen nicht scheut, wird unschwer feststellen, dass neben den vielen Kirchen, Olivenbäume und Wein zu den zentralen charakteristischen Merkmalen der Toskana gehören. Neben dem bei uns wohl bekanntesten Wein, dem Chianti, dessen Kerngebiet Chianti Classico, bei weitem wohl nicht in der Lage wäre, den weltweiten Bedarf an Chianti zu decken (deshalb werden auch Weine außerhalb der Classico-Grenzen als Chianti bezeichnet), sind die Regionen um Montepulciano, Montalcino oder aber das Bolgheri-Gebiet auch bei uns nicht unbekannt. Unsere Bummeltour beginnt in Cecina und führt zum Weingut Poggo Gagliardo, das bereits zu Montescudaio gehört, einem der in unserem Weinführer empfohlenen Güter. "Komplexe aromatische Rot- und Weißweine mit vorzüglicher Struktur" verspricht unser Weinreiseführer, was logischerweise diesmal zur Frage führt, wer fahren muss und wer das Vergnügen hat, die eine oder andere Kostprobe zu genießen und entsprechende Kaufentscheidungen zu treffen. Unsere salomonische Lösung besteht einfach darin, Platz für mindestens zwei bis drei Flaschen einzuplanen und die Genüsse auf den Abend zu verschieben.

Weiter geht es in nördlicher Richtung nach Montescudaio und Cassale Marittima.

 

MontescudaioIch bin immer wieder erstaunt, wie vielfältig die Landschaft ist, nach jeder Kehre kann sich im Prinzip ein neues Bild öffnen, eines faszinierender als das Vergangene. Dabei beschränkt sich der Reichtum der Toskana keineswegs auf Wein und Oliven, Obst und Gemüse aller Art, aber auch Blumen und die wunderschönen Oleander prägen ein eindrucksvolles Bild, das wohl kaum vergessen gehen wird.

Es lohnt sich schon, hin und wieder zu Fuß die kleinen Städte und Dörfer, wie hier Montescudaio, zu erkunden, die wirklichen Schätze der Toskana lassen sich eben nur langsam und mit Bedächtigkeit erkunden.

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Hier in Montescudaio fanden wir, nicht ganz ohne die Hilfe unseres schon mehrfach genannten Weinreiseführers, das Restaurant "Il Frantoio", dessen Küche zum bis dahin besten gehörte, was wir bislang auf unserer Reise angetroffen hatten. Die Weinkarte des Restaurants ist wirklich fantastisch, und führt logischerweise zur Fortsetzung des schon erwähnten Konflikts, sofern nicht schon auf Poggo Gagliardo abschließend geklärt. Ein Glück, dass mittlerweile auch unsere Weinbestände im Ferienappartement einen Vergleich nicht scheuen müssen, und der/die Unterlege zumindest einen Trost in der Rückkehr finden mag

La strada del vinoÜber kleine Landstraßen führt unser Weg weiter in das Bolgheri-Gebiet, das Kennern der italienischen Weinlandschaft längst ein Begriff geworden ist. Bolgheri, ebenso wie Montescudaio mit einem sehenswerten mittelalterlichen Kern, lohnt einen Spaziergang durchaus, so dass unsere durchschnittliche Reisegeschwindigkeit auf Mofa-Niveau sinkt. Aber das macht überhaupt nichts - Touren in der Toskana erfordern eben Ihre Zeit. 

 

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