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Wenige Kilometer östlich der Hanbury Gärten liegt Ventimiglia, heute eine Grenzstadt von 27000 Einwohnern. Nachdem die Römer die ligurischen Ureinwohner, die Intimilier, 180 vor Christus unterworfen hatten, errichteten sie an diesem strategischen Schnittpunkt zwischen Küste und Piemont zunächst ein befestigtes Militärlager, später die Stadt gleichen Namens. Sehenswert ist in Ventimiglia vor allem der historische Teil, westlich des Flusses gelegen, dessen mittelalterlicher Kern einen rustikalen Charme versprüht. Leider ist aufgrund der Protestaktionen um den Genueser G8 Gipfel der berühmte Markt an unserem Besuchtstage ausgefallen, wegen fehlender Polizeikräfte wie wir auf Nachfrage erfuhren. So können wir nur die Empfehlung unseres Reiseführers, sich diesen Markt nicht entgehen zu lassen, an dieser Stelle wiedergeben.

Blick über die Dächer Ventimiglias

Nordöstlich Ventimiglias liegt das wunderschöne Neva- und das Argentinatal und das Hexendorf Triora, über das wir an anderer Stelle berichten.

Wir bleiben auf der Via Aurelia und fahren durch bis ins wenige Kilometer entfernte San Remo, dessen Besichtigung uns einen halben Reisetag kostet, ohne daß wir das Gefühl hätten, alles gesehen zu haben. Auch heute noch sieht man den Stadtzentrum die einstige Bedeutung eines touristischen Zentrums der Reichen und Superreichen aus der Zeit vor dem zweiten Weltkrieg an. Mondäne, architektonisch interessante Villen und Hotels, das Kasino und andere Sehenswürdigkeiten prägen den einen Teil der Innenstadt, die historische Altstadt, das Pigna Viertel, heute Wohnort der ärmeren Bevölkerung, den anderen Teil. Wer die Zeit und die Lust auf einen längeren Fußmarsch aufbringt sollte sich den Gang durch diesen älteren Teil auf die nahegelegene Anhöhe nicht ersparen - der Blick auf San Remo und den Hafen wird in unvergeßlicher Erinnerung bleiben. Sichtbar hier die Spuren moderner Architektur im Umfeld der historischen Altstadt, der lebendige Hafen und die weniger schönen Randbezirke. Auf dem höchsten Punkt des Hügels gelangt man zur 1630 erbauten Wallfahrtskirche Madonna della Costa.

 

Blick über San Remo

Unsere nächste Station auf dem Weg nach Genua entlang der Via Aurelia ist Imperia, eigentlich zwei Städte, die von Mussolini zusammengefaßt und nach dem dortigen Fluß Impero benannt wurden. Der modernere Teil Imperias, Oneglia, ist vor allem durch den Hafen und durch industrielle Ansiedlungen geprägt, weniger reizvoll zu besichtigen, aber geschäftig und lebendig.

Der Dom in Imperia

Reizvoller ist der historisch ältere Teil Imperias, Porto Maurizi, malerisch auf einem Hügel oberhalb gelegen. Der klassizistische Dom San Maurizio ist die größte Kirche Liguriens, Montags und Donnerstags finden hier Wochenmärkte statt, die sich einen ursprünglichen Charakter jenseits des touristischen Trubels bewahrt haben. Nördlich Imperias liegen die Zentren des ligurischen Olivenanbaus, hier werden ausgesuchte Olivenöle hergestellt, die in alle Herren Länder exportiert werden. Stärker noch als der Weinbau prägt der Olivenanbau die Landschaft um Imperia, auch hier empfiehlt sich der eine oder andere Abstecher in die umliegenden Berge entlang der Strada del Olivio, beispielsweise nach Vasia oder Pieve di Teco.

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