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Von Grinzane Cavour aus fahren wir nach Alba, der Stadt der
Türme und der Trüffel. Hier in Alba finden sich neben schwarzen
auch weiße Trüffel, letztere sollen, wir konnten es leider nicht
probieren, da diese offensichtlich erst im Herbst angeboten
werden, eine besondere Delikatesse sein. Aber auch mit dieser
kleinen Einschränkung war unsere Reise hier ein voller
kulinarischer Erfolg, unser Menü, bestehend aus drei Gängen,
natürlich auch mit Trüffel und einer Flasche des Barolo-Weines,
war einfach köstlich und, zu unserer großen Überraschung, auch
preislich durchaus zu vertreten. Wir hatten jedenfalls alle drei
schon die Erfahrung deutlich teurerer, aber schlechterer Küche
gemacht. Und so empfehlen wir unser Restaurant, das la Torre von
Alba, gern zum weiteren Besuch. Empfehlenswert, sollten Sie sich
zum Besuch des Restaurants entschließen, ist auf jeden Fall eine
vorhergehende Tischreservierung, die wenigen Tische im Freien
sind bereits wenige Minuten nach Öffnung des Restaurants
komplett besetzt. Die historische Innenstadt Albas sollte
ausgiebig zu Fuß erkundet werden, sehenswert ist neben den
Geschlechtertürmen vor allem auch der Dom.

Der Dom zu Alba
Die Architektur vieler Häuser des historischen Stadtkerns
Albas verweist auf die einstige historische Bedeutung Albas,
wenngleich auch einige der Häuser in einem nicht ganz so
ansehnlichen Zustand sind.
Am nächsten Tag fahren wir über kleine Landstrassen in
Richtung Barolo, dem Ort eines der bekanntesten italienischen
Weine.

Unbedingt sollte sich der Besucher des Ortes die Zeit für die
Besichtigung des Schlosses von Barolo nehmen. Sehenswert sind
hier nicht nur die Bibliothek mit fast 3000 antiken Bänden,
sondern auch das Museo delle Contadineric, das bäuerliche Museum
und die kunstvoll gestaltete Eingangshalle.

Barolo: Das Schloß
Im 10. Jahrhundert als Bollwerk gegen die Sarazeneneinfälle
errichtet und über die nächsten Jahrhunderte hinweg aus- und
umgebaut, ist das Schloß mehr als eine Besichtigung wert. Wir
haben Glück, und statt der normalerweise angebotenen Führung
wird ein kleines Theaterstück zur Geschichte des Schlosses von
vier reizenden jungen Damen aufgeführt.

Leider ist das Theaterstück komplett auf italienisch, und wir
haben keine Chance, dem Gebotenen inhaltlich zu folgen.
Bestandteil des Schlosses ist zudem eine Önothek, auf deren
Besuch wir angesichts unserer geplanten Weiterfahrt jedoch
verzichten, so sehr es auch lockt, den berühmten Barolowein an
seinem Ursprungsort zu verkosten.
Unsere nächste Station ist die historische Altstadt Doglianis,
einschließlich der Besichtigung der örtlichen Kirche. Über
Murazzano geht es weiter bis zur Abzweigung nach Ceva, die
dortige Strecke, von der N. 661 abzweigend, nach Ceva sollte
sich als eine der schönsten kurvenreichen Strecken unserer
Piemont-Tour erweisen. Aber noch haben wir nicht genug vom
Kurvenspaß und von der Landschaft und beschließen auf dem
Rückweg einen Abstecher in die Bormida Täler und den Lago di
Osseglia.

Kirche bei Osseglia
Von Ceva aus halten wir uns in Richtung Südwesten bis
Millesimo, um von dort aus auf kleinen und kleinsten Bergstraßen
in Richtung Colle die Melogno zu bummeln. Der Abstecher hat sich
gelohnt. Die waldreiche Gegend rund um den Lago di Osseglia mit
den kleinen Örtchen und eine fast völlig vom Verkehr verschonte
Gegend bilden einen würdigen Abschluss dieser Tour. Vom Colle di
Melogno aus halten wir uns dann in Richtung Finale Ligure und
erleben ein weiteres Mal, wie heftig die Unwetter die Strassen
geschädigt hatten. Ein Teil der Strasse ist in fürchterlichem
Zustand und ich bin heilfroh, die gewiss nicht schottergeeignete
Deauville endlich über diese Strecke von ca. 4 Kilometern
bestehend aus Steinen, Schlaglöchern und sonstigen
Unwägbarkeiten, heil herabgebracht zu haben.

Blick ins Tal
Gelohnt haben sich die Tage im Piemont allemal,
nicht nur wegen der landschaftlichen, auch der kulinarischen
Genüsse wegen.
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Ligurien - Piemont
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