1. Tag:
Am Anfang noch etwas ängstlich ging es
hinauf zum Grödner Joch. Die Sonne schien und es war ein
Genuss. Auf der Passhöhe noch einmal den Blick zurück und
dann wieder abwärts nach Corvara. Dann kurz in Richtung
Brunneck bis Stern und von dort rechts die Auffahrt zum
Valparola Pass. Gemächlich windet sich die Strasse bergauf.
Dann von der Passhöhe etwas hinunter zur Passhöhe des
Falzarego Passes. Das tiefe Tal vor Augen geht es in unendlich
Kurven und Kehren hinunter. Die Maschine unter mir stürzt
sich förmlich in die Strecke und röhrt genussvoll vor sich
hin. Und der geilste Pass lag ja noch vor uns. Der Pass Pardoi,
hinauf von Arabba. Auf halber Höhe gibt es eine Ausbuchtung,
die als Parkplatz ausgebaut ist. Von hier hat man einen tollen
Blick auf die zurückgelegte Strecke, mit den ganzen Kehren.
Auf dem Rest bis zur Höhe begegnet uns eine freilaufende
Herde von Kühen. Die scheinen aber an Motorradfahrer gewöhnt
zu sein. Zumal man glauben könnte es gibt in den Dolomiten
nur Motorrad- und Radfahrer. Ich schätze 80% der Fahrzeuge
sind Bikes, ein paar wenige Autos und Reisebusse dazwischen.
Auch die Abfahrt Richtung Canazai hat
einiges zu bieten. Da das Wetter so super ist, beschließen
wir heute noch ein wenig weiter zu fahren. Wir fahren nach
Pozza di Fassa und dann rechts ab über den Karerpaß und dann
wieder rechts zum Nigerpass. Kurz vor der Passhöhe liegt
direkt an der Strasse ein Lokal. Hier beschließen wir
einzukehren und etwas zu Essen und zu Trinken. Von der
Terrasse hat man einen Superblick auf den Rosengarten. Das
Glücksgefühl ist überwältigend. Nachdem wir uns gestärkt
haben, machen wir uns auf den Rückweg über Kastelruth und
St. Ullrich. Ein traumhafter Tag geht zu Ende. Unser Vermieter
hat uns erlaubt aus dem Garten frischen Salat und Kräuter zu
holen und wir sitzen noch lange beim Wein zusammen und
erzählen über die gesammelten Eindrücke und planen die Tour
von morgen.

Blick vom Pass Pardoi in Richtung Arabba
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